Bouzouki
Die Langhalslaute, die den Klang trägt. Melodie und Läufe, das Instrument, an dem man Rembetiko sofort erkennt.
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Rembetiko ist eine griechische Musikform, die im frühen 20. Jahrhundert in den Hafen- und Flüchtlingsvierteln von Piräus, Athen und Thessaloniki entstand und vom Alltag einfacher Leute erzählt.
Oft wird er der griechische Blues genannt. Der Vergleich trifft die Haltung und nicht die Musiktheorie: Rembetiko folgt eigenen Tonleitern und nicht dem Blues-Schema. Besungen werden Liebe und Verlust, Arbeit, Gefängnis und das Fremdsein. Seit 2017 zählt Rembetiko zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.
Quelle: UNESCO, Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit, Eintrag „Rebetiko", aufgenommen 2017. Stand dieser Seite: September 2026.
Nach 1922 kamen mit dem Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei Hunderttausende Griechen aus Kleinasien in die Hafenstädte. In den Vierteln, in denen sie unterkamen, traf ihre Musik auf die der Städte. Daraus wurde Rembetiko.
Die Lieder erzählen von Leuten ohne Geld und ohne Fürsprecher. Genau deshalb war die Musik zeitweise verboten und wurde in Hinterzimmern weitergespielt. Der Baglamas, die kleinste der Lauten, ließ sich unter dem Mantel tragen.
Die Langhalslaute, die den Klang trägt. Melodie und Läufe, das Instrument, an dem man Rembetiko sofort erkennt.
Kleiner als die Bouzouki, heller im Ton, näher an der älteren Spielweise.
Die kleinste der drei. Leise, tragbar, und aus der Zeit des Verbots nicht wegzudenken.
Die Begleitung, die alles zusammenhält. Bei mir oft zusammen mit dem Gesang.
Ich spiele diese Musik, seit ich 1992 nach München kam, zuerst in den griechischen Lokalen der Stadt: Agora, Rembetiko, Steki, Nikolas, Melina, Kyklos. 1995 habe ich die Rembetiki Kompania München gegründet, von 2015 bis 2023 war ich bei Reboublika, seit Oktober 2023 spiele ich mit meiner Gruppe Asikides.
In Griechenland habe ich mit Musikerinnen und Musikern gespielt, deren Namen zu dieser Musik gehören, unter anderem Sotiria Bellou, Stelios Vamvakaris, Giorgos Mouflouzelis, Manolis Pappos und Glykeria. Gelernt habe ich Rembetiko bei Dedes, klassische Gitarre bei Grigoreas.
Auf Münchner Bühnen war das unter anderem im Gasteig HP8, in den Münchner Kammerspielen, im Eine-Welt-Haus und im Ebenböckhaus Pasing zu hören.
Weil beide aus der Erfahrung von Armut, Ausgrenzung und Sehnsucht entstanden und darüber offen singen. Musikalisch geht der Vergleich nicht auf: Rembetiko folgt eigenen Tonleitern und nicht dem Blues-Schema.
Vor allem Bouzouki, Baglamas und Tzouras, dazu die Gitarre als Begleitung. Der Baglamas ist die kleinste dieser Lauten und war klein genug, um versteckt zu werden, als die Musik verboten war.
Ja. Ich spiele Rembetiko in München seit 1992, seit 1995 mit der von mir gegründeten Rembetiki Kompania München, heute mit meiner Gruppe Asikides, in Lokalen und auf Bühnen wie dem Gasteig HP8 und den Münchner Kammerspielen.
Nein. Sirtaki ist ein Tanz, der 1964 für den Film "Alexis Sorbas" zusammengestellt wurde. Rembetiko ist eine Musikform aus den Hafenvierteln des frühen 20. Jahrhunderts und deutlich älter.
Aufnahmen stehen auf der Startseite, dazu mehr auf meinem YouTube-Kanal.
Rembetiko lässt sich buchen: als griechischer Abend in Ihrem Lokal oder als Teil des Programms auf Ihrer Hochzeit.